Hier sind die Namen der Beteiligten:

Heinz Allmeroth

 

Albert Bläsing

 

Werner Braun

 

Walter Clobes

 

Andreas Dippel

 

Kurt Dippel

 

Wolfgang Dippel

 

Manfred Fischer

 

Fritz Franke

 

Kurt Freudenstein

 

Karl Geiser

 

Erich Grahn

 

Reinhard Gundlach

 

Herbert Heller

 

Adolf Herwig

 

Hermann Herwig

 

Rainer Herwig

 

Karl Kleinschmidt

 

Karlheinz Köhn

 

Heinz Krug

 

Christian Krummer

 

Joachim Laue

 

Gerd Leo

 

Klaus Ludwig

 

Hans Lumm

 

Walter Mark

 

Karl-Heinz Metz

 

Robert Paul

 

Gerd Pockrandt

 

Walter Scheffer

 

Ernst Scheil

 

Günter Schellenberger

 

Dieter Schmidt

 

Erich Schulz

 

Gustel Siebert

 

Volker Steinmetz

 

Fritz Strack

 

Reinhard Waller

 

Fritz Weidemann

 

Karl Wenderoth

 

Otto Wicke

Vorgeschichte

Nach der Wiedergründung des Heiligenbergvereins nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 hat sich der Verein vorrangig um die Pflege der Ruine gekümmert. Herausragende Beispiele sind der Bau des äußeren Tores im Jahr 1955 und der Aufbau der Gensunger Spitze von 1956 an bis 1960.

Systematische Restaurierung

Der Beginn der systematischen Restaurierung liegt im Jahr 2002, als der Maurermeister Helmut Groß aus Heßlar seine Berufstätigkeit aufgibt und seine Skatbrüder Heinrich Allmeroth und August Siebert mit ihm zusammen die Sandsteinplatten auf dem Turm befestigen. Mithelfer der ersten Stunde ist Werner Braun. Vom 23. – 29.05.2002 werden von den 4 Männern 57,5 Stunden freiwillig und unentgeltlich gearbeitet.

Verabredung mit der Denkmalpflege

Dachdeckermeister Thomas Posniakow stellte uns das Gerüst zur Verfügung. Wir sagen DANKE

Der neugewählte 1. Vorsitzende Fritz Strack sieht die Möglichkeit, mit der Hilfe und Anleitung von Helmut Groß eine dauerhafte Restaurierungsarbeit zu beginnen und fragt beim Schwalm-Eder-Kreis als Besitzer an, ob eine Finanzierung möglich ist. (25.09.02). Die Antwort ist zwar negativ, aber der Denkmalpfleger des SEK, Herr Rudolf Bahl, vermittelt ein Bündnis mit der Hessischen Denkmalpflege, das bis heute gilt und von beiden Seiten eingehalten wurde. Danach wird ein Arbeitsvolumen von 10.000 € jährlich verabredet. Dann gibt die Denkmalpflege einen Zuschuss von 2.500 € für Baumaterial (Kalk, Zement). Der Arbeitskreis des Heiligenbergvereins leistet 1.000 Arbeitsstunden, wobei die freiwillige Arbeitsstunde mit 7,50 € angesetzt wird. Weitere Unkosten wie Frühstück und Getränke trägt der Verein. Noch im Jahr 2002 beginnen die Arbeiten an den Außenmauern. Reinhard Gundlach und Fritz Strack legen ein Stück der Südmauer frei, in der Mauer wachsen Bäume und Büsche. Die Arbeiten am Turm gehen weiter. Herr Posniakow, Dachdeckermeister in Gensungen, stellt ein Gerüst zur Verfügung; das tut er dankenswerterweise bis heute.

Die Außenmauer-Reparatur (Südwestmauer) wird vom 29.07. – 06.08.02 durchgeführt. Insgesamt werden im Jahr 2002 230 Stunden gearbeitet. Am 19.12.2002 erfolgt die grundlegende persönliche Verabredung auf dem Heiligenberg mit Dr. Peer Zietz vom Landesamt für Denkmalpflege in Marburg, Herrn Rudolf Bahl von der Unteren Denkmalpflege in Homberg und den Vorsitzenden Strack und Herwig. Auf dieser Begegnung beruhen unsere Anträge seit 2003. (1. Antrag 30.01.2003). Der erste Bewilligungsbescheid erfolgt bereits am 24.01.03 (Überschneidung). Mit Schreiben vom 20.01.03 erhalten wir ein Mörtelrezept und einen vorgeschriebenen Zement CEM III B 32,5 NW HS NA, der speziell bei der Firma Blecher bestellt werden muss.

Mauerausbruch

Überrascht wird der Verein von einem Mauerausbruch an der Nordwand unterhalb der Kelm-Hütte. Wasser ist in die Mauer eingedrungen, und der Frost hat die Außenschale abgesprengt. Nach einem Ortstermin am 20.03.03 wird nach äußerer Hilfe gefragt. Die Firma Lengemann macht einen Kostenvoranschlag zur Abstützung der Mauer.


Herr Dr. Zietz bringt Herrn Berger als Sachverständigen mit, der dem Verein die Schließung des Mauerausbruchs zutraut und keine weiteren Abstützmaßnahmen für notwendig hält. Herr Berger wird allerdings in der Zusammenarbeit mit den Männern des AK eine Belastung und mit Schreiben vom 24.03.2003 trennt sich der Verein von ihm.

Das Jahr 2003

Bei der Kontrolle der bewachsenen Mauern ist aufgefallen, dass es in der Südmauer eine Lücke gibt, die wohl aus der Bauzeit von 1938 stammt, durch die Steine hochgereicht wurden und die aus Zeitgründen nicht mehr geschlossen wurde. Nach Entfernung des in der Lücke gewachsenen Baumes wären Besucher senkrecht nach unten gefallen.

Deshalb entsteht ein erster Grundsatz: Sicherheit der Besucher hat Vorrang vor einer systematischen Restaurierung.

Zuerst wird die Lücke geschlossen und der Mauerausbruch beseitigt, danach erfolgen die nächsten Schritte.


Auf Anregung von Dr. Zietz wird die restaurierte Burg Löwenstein besichtigt als gelungenes Vorbild.


Das zeitige Frühjahr steht unter dem Motto: „Kampf dem Efeu“ an der Südmauer. Die Sonneneinstrahlung auf der Südseite hat eine üppige Efeu-Vegetation wachsen lassen: Aus armdicken Stämmen wachsen die Pflanzen an der Mauer hoch und in die Mauer hinein, zerstören den Mörtel und füllen die Hohlräume mit Erde.


Die Arbeit beginnt am 14.02.03 mit dem Aussuchen der Steine im Steinbruch Rhünda, die am 17.02. auf den Berg gefahren werden. Am 26.02. beginnt der Kampf gegen den Efeu. Am 26.03. kommt es zur „Grundsteinlegung“ mit dem Beginn der Maurerarbeiten.

Als am 21.06.2003 in Zusammenhang mit dem Sonnwendfeuer zum „1. Tag der offenen Tür“ eingeladen wird, kann der Vorsitzende verkünden, dass 29 Männer 1.132 Arbeitsstunden als freiwillige Leistung erbracht haben. 45 Tage konnte gearbeitet werden, kein Tag ging durch Regen verloren.


Das Jahr 2003 bringt die bis heute eingehaltene Teilung in Frühjahrs- und Herbstkampagne mit Sommerpause, die gegenseitige Sicherheit und Verlässlichkeit mit Zahlung des Zuschusses durch die Denkmalpflege und die Einhaltung der zugesagten Arbeitsstunden.


Die Herbstkampagne beginnt am 09.09.03 und dauert 8 Wochen. An 28 Arbeitstagen erreichen 17 Männer 704 Stunden. Zusammen mit 1.132 Stunden aus der Frühjahrskampagne ergeben sich 1.836 Stunden, eine nie mehr erreichte Zahl

Beim 2. Tag der offenen Tür am 30.10.03 sind die ersten Ziele erreicht: Die Lücke in der Südmauer von 1938 ist geschlossen, die Mauer an der Gensunger Spitze ist neu aufgebaut, der Mauerausbruch an der Nordmauer ist geschlossen. Damit ist die Sicherheit der Besucher innerhalb geschlossener Mauern gewährleistet.

Die planmäßige Fertigstellung der Nordwand mit „Rehrücken“ und Ausfugen der Wand hat begonnen

Das Jahr 2004

Bei einem Treffen mit der Denkmalpflege am 22.01.04 gibt es eine zufriedene Äußerung von Dr. Zietz: „Jetzt sieht man doch schon mal was!“ Zur Turmsanierung soll ein Gutachter berufen werden.

Die Frühjahrskampagne beginnt am 01.03. mit Büsche schneiden und dauert bis zum 09.06.

Am 19.06., dem 3. Tag der offenen Tür, sind 1.055 Stunden gearbeitet.

Die Treppe

Auch die Treppe, als Teil des Gau-Ehrenmals von Dr. Textor 36 – 38 errichtet, hatte ihre 70 Jahre auf dem Buckel. Der Mörtel bröckelte, die Steine sind lose. Uns war die nationalsozialistische Vergangenheit wohl bewusst. Aber die Treppe war auch Schauplatz der berühmten Jedermann-Aufführung von 1948, deshalb sollte sie erhalten bleiben! Vielleicht könnte eine noch zu gründende neue Heiligenberg-Spielschar hier wieder einmal Theater spielen.


So wurde eine „Treppenmannschaft!“ gebildet, die im wöchentlichen Wechsel mit der „Mauermannschaft“ die Treppe renovierte. Das Herausreißen der Stufen von oben an erwies sich als so mühsam, dass eine Alternative überlegt wird.

Im Sommer sind eine Begrenzungswange und 4 Stufen fertig. Die gesamte Treppe ist bis 2005 fertig gestellt und erhält einen Jahresstein.

Herbst 2004

Am 30.08. beginnt die Herbstkampagne. Die Mannschaft Herwig/Thomas Groß arbeitet an der Südmauer, die Mannschaft Strack/Helmut Groß an der Treppenwange.

Am 27.10. werden Mischmaschine und Schubkarren zu Heinz Krug gefahren. Am 28.10. ist Tag der offenen Tür. Gearbeitet wurden im Herbst 531 Stunden, das ergibt für 2004 1.586 Stunden. Von 2002 an sind 3.452 Stunden erreicht.

Die Denkmalpflege investierte 2003 = 2.500 €, für 2004 sogar 3.500 €.

Von der Treppe sind beide Wangen und 6 Stufen geschafft.

Das Jahr 2005

Die Arbeiten beginnen am 21.03. mit der Aufstellung des Gerüstes, Steine werden geholt, die Mischmaschine und alle Materialien auf den Berg gebracht.

Am 23.03. wird die Treppe abgebaggert. Rudi Eckard kommt mit dem Bagger auf den Berg und reißt die Treppe komplett ab. Der Rückweg des Baggers durch das äußere Tor war allerdings eine Katastrophe!

Die Treppenmannschaft baut die 7., die 8., die 9., die 10., bis zur 13. Stufe an der Treppe. Die Mauermannschaft arbeitet an der Südmauer: die Mauerkrone wird abgerissen, der Efeu entfernt, die Mauer wieder aufgebaut und ein Rehrücken angebracht.


Am 5. Tag der offenen Tür, am 18.06.05 haben 17 Männer an 44 Tagen 680 Stunden gearbeitet. Wegen des verspäteten Anfangs wegen Schnee und Eis auf dem Burgweg geht die Arbeit noch 14 Tage weiter. Am 01.07.05 sind 800 Stunden gearbeitet.


Herbstkampagne 2005

 

 

In den Sommerferien arbeitet Helmut Groß allein oder mit Thomas zusammen an der Turmtreppe.

Nachdem das Material hochgefahren ist, beginnt die Herbstkampagne am 29.08. Die Treppenmannschaft arbeitet an der 14. Und 15. Stufe. Am 15.09. ist die Treppe fertig und erhält den von Frau Kurnatowski gemeißelten Jahresstein 2005!


Am 28.10. ist Tag der offenen Tür, an 34 Tagen konnte gearbeitet werden. Für 2005 konnten 1.388 Stunden gearbeitet werden.

Die Gesamtbilanz ergibt ab 2002 = 5.030 Stunden mit einer Wertschöpfung von 37.725 €.

Unsicher ist der Arbeitskreis, was mit dem Turm geschehen soll. Gibt es einen Auftrag für die Firma Fesch oder können wir es doch selbst leisten?

Das Jahr 2006

Die Frühjahrskampagne beginnt am 03.04. Beide Mannschaften arbeiten an der Ostmauer; da hier kein Efeu eingedrungen und die Mauer noch gut verfugt ist, braucht hier nur ein Rehrücken aufgemauert zu werden.

Am 7. Tag der offenen Tür, am 30.06.2006 haben 18 Männer an 47 Tagen 641 Stunden gearbeitet Die Gesamtbilanz erhöht sich auf 5.670 Stunden.

Das Besondere an diesem Tag ist die Teilnahme von Heinrich Kilian, mit 94 Jahren der letzte überlebende Mithelfer aus der Mannschaft von 1936 – 38.

Herbstkampagne 2006

Die Herbstkampagne dauert vom 28.08. bis 27.10. Im Herbst haben 15 Männer an 32 Tagen gearbeitet. Zu den 641 Stunden kommen 469 Stunden dazu, das ergibt für 2006 1.110 Stunden, die Gesamtbilanz erhöht sich auf 6.140 Stunden.

Die Ostmauer ist innen verfugt, an der Nordmauer 2 Gerüstbreiten.

Das Jahr 2007

Das Jahr auf dem Berg beginnt mit einer bösen Überraschung: unser Wasserwagen, der am 28.03. hochgefahren wurde, war am 01.04. von Vandalen die Treppe hinuntergestürzt und zerstört worden.


Eine Entspannung tritt erst ein, als der Schwalm-Eder-Kreis die Kosten für einen neuen Wagen übernimmt und neue Wasserfässer von der Fa. B. Braun besorgt werden können.

Die Frühjahrskampagne dauert vom 26.03. bis 14.06. Die Südmauer wird fertiggestellt bis zum inneren Tor, dann wird an der Westmauer weitergearbeitet. Eine Mannschaft arbeitet an der Gensunger Spitze. Am 9. Tag der offenen Tür, am 23.06.07 ist die Südmauer innen und außen fertiggestellt. Damit sind die sogenannte innere Burg und die Treppe fertig restauriert. In der Frühjahrskampagne haben 17 Männer an 45 Tagen 515 Stunden gearbeitet, so dass die Gesamtbilanz auf 6.655 Stunden angewachsen ist.

Die gute Nachricht ist, dass Burgverein Felsberg und Heiligenbergverein Gensungen den Bürgerpreis des Schwalm-Eder-Kreises erhalten. Die Nachricht trifft am 05.04. ein, die Verleihung findet am 23.05. statt, am 10.07. erhält jeder der beteiligten Männer eine Urkunde vom 1. Kreisbeigeordneten Winfried Becker.

Obwohl viele ältere Mitglieder der Restaurierungsmannschaft der Ansicht sind, mit der Fertigstellung der inneren Burg könne die Arbeit „für unsere Generation“ eingestellt werden, erklärt „Neuling“ Walter Mark, er wolle weiterarbeiten und eine neue Restaurierungsmannschaft bilden!

Herbstkampagne 2007

Deshalb geht die Arbeit im Herbst unter Leitung von Walter Mark weiter.

13 Männer arbeiten an 40 Tagen 577 Stunden vom 03.07. bis 27.09. Dabei wird die Gensunger Spitze fertiggestellt und die Mauer vom inneren Tor nach innen, das sogen. „Hermannsdenkmal“.

Für 2007 ergeben sich 1.092 Stunden, die Gesamtbilanz wächst auf 7.232 Stunden.

Das Jahr 2008

Die Frühjahrskampagne beginnt am 17.03. mit der Reparatur des Wasserwagens. Wolfgang Dippel und Fritz Strack holen einen neuen Schlauch in Wabern und bauen das Rad wieder ein. Nachdem der Burgweg abgekehrt ist, werden alle Materialien auf den Berg gefahren.

Die eigentlichen Arbeiten am äußeren Tor beginnen am 31.03. Das Gerüst wird am 02.04. aufgestellt, es wandert von jetzt an um das äußere Tor herum, eine weitere Meisterleistung von Werner Braun und der Gerüstmannschaft.

Die beiden „Glockentore“ werden abgehängt, von der Firma Ebert sandgestrahlt und lackiert und wieder aufgehängt. Am 29.05. erfolgt die 6. und letzte Gerüstumstellung am äußeren Tor.

Der neugewählte Bürgermeister Volker Steinmetz besucht uns bei der Arbeit und drückt seine Anerkennung aus.

Die Frühjahrskampagne endet mit der Abfahrt des Gerüstes und des Wasserwagens (02. und 03.06.).

Es wurden 630 Stunden gearbeitet.

Zum 11. Tag der offenen Tür am 21.06.08 sind die Vertreter des Bundes der Vertriebenen (BdV) und der Egerländer Trachtengruppe Wolfershausen eingeladen. Es ist das Denkmal der Vertriebenen, das wir restauriert haben.

Der Gensunger Mitbürger Erhard Fritsch hat Bilder zur Verfügung gestellt, auf denen die „Glocke der Heimat“ 1952 in einem Holzgestell vor der Schildmauer aufgehängt wurde.

Glockenweihe auf dem Heiligenberg 1952

 

1955 wurde sie in das fertiggestellte äußere Tor eingehängt. Die Bronzetafel mit der Jahreszahl 1952 wurde erst 1968 angebracht.

Der Vorsitzende des BdV, Herr Friedrich, bedankt sich beim Heiligenbergverein für die Restaurierung des Denkmals. Carmen Kiefner, Tochter des langjährigen Vorsitzenden der Egerländer Trachtengruppe in Wolfershausen bedankt sich später persönlich und überreicht das Buch ihres verstorbenen Vaters über den Heimatkreis Bischofteinitz.

Die Herbstkampagne beginnt am 11.08.08. Nach dem Erfolg am äußeren Tor ist das Selbstbewusstsein gewachsen, alle Bedenken sind beiseite geräumt, wir trauen uns jetzt auch den Turm zu!

Nach längerer Diskussion über den Ablauf der Arbeit wird ein Bohlenweg auf den Felsen gebaut, um den Mörtel zu transportieren.

Am 14.08. wird ein neues Gerüst mit kürzeren Planken (2,50 m) aus Körle geholt und aufgebaut, es wandert von jetzt an um den Turm herum. Die Meisterleistung der Gerüstmannschaft besteht jetzt darin, das Gerüst mit unterschiedlich hohen Füßen auf die Felsen zu stellen.

Mit der 6. Gerüstumstellung über dem Eingangstor geht die Arbeit am Turm zu Ende. Mit der Abfahrt von Mischmaschine und Wasserwagen geht die Herbstkampagne am 24.10. zu Ende.

Am 12. Tag der offenen Tür am 01.11. sind 580 Stunden gearbeitet, zusammen mit der Frühjahrskampagne (630 + 580) 1.210. Die Gesamtrechnung ergibt 8.442 Stunden im Wert von 63.315 €.

Wir nennen das Jahr 2008 von jetzt an das „Jahr des Turmes“.

 

2008 "Jahr des Turmes"

Das Jahr 2009

Nach den spektakulären Erfolgen mit äußerem Tor und Turm im Jahr 2008 bleiben jetzt „nur noch“ Mauern übrig. Die Restaurierungsmannschaft nimmt sich die Mauer vom äußeren Tor zur Schildmauer vor.

Die Frühjahrskampagne beginnt am 08.04. mit Materialtransporten. Am 14.04. beginnen die Arbeiten an der Mauer, und zwar wird die Mauer erst einmal innen restauriert, so dass sie zum Tag der offenen Tür am 20.06. innen fertig ist, eine „Potemkinsche Mauer“ mit einem halben (inneren) Rehrücken. Am 10.06. hieß es: „Der Wasserwagen ist abgefahren“, alle Materialien waren verbraucht: Kalk, Zement, Sand, Kies, Split, nur Steine waren noch übrig.

An 29 Tagen wurden 407 Stunden gearbeitet. Ernst Scheil hatte wieder einen Jahresstein gemeißelt, der in die Innenseite eingebaut werden konnte.

Die Herbstkampagne beginnt am 01.09. und dauert bis zum 15.10. An 21 Tagen haben 6 Männer der Restaurierungsmannschaft und Werner Braun für das Gerüst und Karlheinz Metz als Traktorfahrer 281 Stunden gearbeitet. Die beteiligten Männer waren Helmut Groß, Thomas Groß, Dieter Schmidt, Hermann Herwig, Heinz Krug, Robert Paul. Mit einem „wandernden“ Gerüst konnte die Außenmauer fertiggestellt werden. Im Jahr 2009 konnten damit 688 Stunden gearbeitet werden. Die Gesamtbilanz erhöht sich auf 9.130 Stunden mit einem Wert von 68.475 €.

Am 31.10. zum 14. Tag der offenen Tür konnte Vorsitzender Fritz Strack neben 1. Kreisbeigeordnetem Winfried Becker, Bürgermeister Volker Steinmetz und Stadtverordnetenvorsteher Stefan Umbach auch eine Abordnung der Gudensberger Obernburg-Freunde begrüßen, die die Leistungen der Restaurierungsmannschaft würdigten.

In den Felsberger Nachrichten und in der HNA konnte der Verein veröffentlichen: „Stolz auf sieben Jahre Restaurierung“. Wenn man das erste Jahr 2002 noch ohne Denkmalpflege dazurechnet, sind es sogar 8 Jahre!

Das Jahr 2010

Als wir 2003 anfingen, hat niemand geglaubt, dass wir jemals dazu kämen, die Außenmauer zu restaurieren. Wir sind jahrelang davon ausgegangen,dass die Restaurierung ein "Zwei-Generationen-Werk" wird. Nun ist das Tor und der Turm gschafft, die Mauer vom Tor zur Schildmauer vollendet und die Mannschaft macht sich an die lange, lange Außenmauer.

Anders als geplant kann jedoch kein Gerüst aufgestellt werden, weil es beim Kindergarten-Umbau in Gensungen gebraucht wird. Also haben wir innen gemauert, im Stehen und wir staunen über uns selbst, wie schnell die Arbeit fortschreitet; wir wandern um die Ecke und wieder den Berg hinauf und am Ende der Frühjahrskampagne sind 2/3 oder 3/4 oder 4/5 der Innenmauer geschafft.

Begonnen hat die Frühjahrskampagne am 06.04.2010 mit dem ersten Steintransport aus Rhünda, wie immer mit dem Transport des Wasserwagens, der Mischmaschine, der Schubkarren und natürlich Zement und Kalk auf den Berg. Letzter Arbeitstag war Mittwoch, der 16.06.2010. Die Mannschaft hatte einen schönen gemeinsamen Abschluss durch ein Frühstück bei der Familie Stahl im "Burghotel Heiligenberg".

Gearbeitet wurden 31 Arbeitstage in 11 Wochen, am Montag, Dienstag, Mittwoch, manchmal gab es "Überstunden", wenn am Donnerstag noch gekratzt werden musste. Beteiligt waren: Helmut Groß, Thomas Groß, Dieter Schmidt, Heinz Krug, Hermann Herwig, Robert Paul, Walter Mark, Fritz Strack und als Traktorfahrer Karl-Heinz Metz. Gemäht haben Wolfgang Dippel, Karl Wenderoth und Erich Schulz.

Gearbeitet wurden 570 Stunden, ergibt zusammen 9.700 Stunden im Wert von 72 750 €. Ein Jahresstein mit 2010 von Ernst Scheil hergestellt, konnte in die Innenmauer eingebaut werden. Auf der Mauer fand sich eine Inschrift "Erbauer K. Belz 1978", mit der sich Karl Belz aus Niedervorschütz für seine Mitarbeit verewigen wollte.

 

Herbstkampagne 2010

10.000 Stunden für die Burg

Im Sommer wird der Kindergarten fertig, das Gerüst wird frei und kann von Herrn Posniakow am 23.08. auf den Berg gefahren und von uns aufgestellt werden. Bereits am 19.08. hat Kurt Dippel den Wasserwagen auf den Berg gefahren und damit die Kampagne eröffnet. 8 Wochen konnte gearbeitet werden. An 25 Tagen wurden 395 Stunden gearbeitet. Am 18.10. wurde das Gerüst abgebaut und der Wasserwagen mit Mischmaschine und Schubkarren abgefahren.

Endgültig letzter Arbeitstag war der 19.10., weil Helmut und Thomas Groß die letzte verfugte Fläche unter dem Gerüst noch kratzen mussten. Dreimal konnte das Gerüst umgestellt werden, so dass wir insgesamt 4 Gerüstbreiten mit 39 m Breite den Rehrücken mauern und verfugen konnten.

Im Herbst war auch die "Gerüstmannschaft" mit Werner Braun, Walter Scheffer und Kurt Freudenstein wieder beteiligt und hat das Gerüst sicher auf- und abgebaut und umgestellt. Dankbar können wir feststellen, dass auch im Jahr 2010 alle Arbeiten unfallfrei verlaufen sind.

Die Gesamtstundenzahl erhöht sich um 395 Stunden und überschreitet die "magische Zahl" von 10.000 Stunden seit 2002!

Mit 570 + 305 Stunden wurden 2010 "965 Stunden" gearbeitet. 10.095 Stunden ergeben einen Wert von 75.712,50 €. Die Denkmalpfege hat 2003-2010 19.400 € für Zement und Kalk investiert. Diesmal sind 2 Jahressteine 2010, 2011 gleichzeitig eingemauert worden, weil ein Jahresstein 2011 an der Südmauer unzugänglich und unsichtbar bleiben wird. Die Besonderheit ergibt sich für den "Tag der offenen Tür" am 30.10. weil ein Gedenkstein der Öffentlichkeit übergeben wird, der das Motto der Denkmalpflege von 2005 enthält: "Suche Frieden und jage ihm nach" aus der Regel des Heiligen Benedikt. So soll aus einer Ruine mit einer kriegerischen Vergangenheit ein Friedensdenkmal werden.

Das Jahr 2011

 


Obwohl wir mit dem äußeren Tor und dem Turm schon große Schwierigkeiten überwunden hatten, taucht ein neues Problem auf: die Abgründe und Bergspalten an der Südostmauer: Werden wir ein Gerüst an die Wand und auf den Boden stellen können wie bisher? Bei der konkreten Aufstellung des Gerüsts zeigt sich dann, dass die Erde bis zum "Abgrund" breit genug ist, um das Gerüst zu stellen. Bis auf einen "Ausrutscher" ist die Arbeit an der Südostmauer problemlos verlaufen.

Die Frühjahrskampagne beginnt am 28.3.11 mit dem Transport der Mischmaschine und des Materials. Am nächsten Tag wird das Gerüst von 8 Arbeitskräften aufgebaut. Der erste "Maurertag" am Rehrücken ist der 31.3.

Bereits am 15.6. wird der Wasserwagen abgefahren, weil wir mit unserem Burgmodell am "Stehenden" Festzug in Heßlar teilnehmen wollen.

Am 25.6. findet der 17. "Tag der offenen Tür" statt. Wegen des schlechten Wetters sind nur 23 Gäste auf den Berg gekommen. 11 Wochen konnte gearbeitet werden. Beteiligt waren als Restaurierungsmannschaft Helmut Groß, Thomas Groß, Dieter Schmidt, Robert Paul, Walter Mark, Hermann Herwig, Manfred Fischer und Fritz Strack, als Gerüstmannschaft Werner Braun, Walter Scheffer, Kurt Freudenstein. Beim Gerüstaufstellen helfen natürlich alle mit. Traktorfahrer ist Karlheinz Metz. Gemulcht hat Wolfgang Dippel, gemäht hat Karl Wenderoth.

Den Jahresstein 2011 hat Ernst Scheil gemeißelt. Die Frühjahrskampagne erbrachte 451 Stunden. Das ergibt 10.546 Std. im Wert von 79.095 €. Das Gerüst ist um die Südostecke herumgewandert und hat die schwierigste Stelle an der Außenmauer passiert. Das Gerüst bleibt über Sommer stehen.

Die Herbstkampagne beginnt am 29.8. 11 Wochen konnte gearbeitet werden, ohne dass ein Tag wegen Regen verlorenging. Das Gerüst konnte 3 mal umgestellt werden, so dass wir insgesamt 4 Gerüstbreiten an der Außenmauer den Rehrücken mauern konnten. Ziel dabei ist, zuerst die Außenseite zu restaurieren und das Gerüst zurückzugeben und dann die Innenseite nachzuholen. Am 19.10. wurden die letzten Flächen unter dem Gerüst verfugt und gekratzt, so dass das Gerüst am 24.10. abgebaut und abgefahren werden konnte. Mit dem letzten Wasser wurde noch einmal die Mauer mit dem Kärcher abgespritzt, so dass die Frühjahrskampagne 2012 schon vorbereitet ist. Am Mittwoch den 26.10. wurde dann auch der leere Wasserwagen von Karlheinz Metz abgefahren. Mit 14 Mitarbeitern nahm der Arbeitskreis am Frühstück im Hotel Heiligenberg teil.

Als neuer Mitarbeiter hat Gerd Leo beim Gerüstabbau geholfen.

Die Gesamtbilanz erhöht sich um 421 auf 10.967 Arbeitsstunden im Wert von 82.253 €; das gesamte Jahr 2011 erbrachte 872 Stunden.

Die Denkmalpflege investierte von 2003-2011 = 21.164 € für Zement und Kalk.

Seitdem das Gerüst den Berg hinauf wandert, diskutieren wir, ob wir die Außenmauer bis Ende 2012 schaffen und die Restaurierung abschließen können.

Am Samstag, 29.10. findet der 18. "Tag der offenen Tür" für 9 Jahre systematische Restaurierung mit der Denkmalpflege statt.

Fritz Strack kann den 1. Kreisbeigeordneten Winfried Becker und Bürgermeister Volker Steinmetz begrüßen. Er gibt seiner Hoffnung Ausdruck, bis Ende 2012 die Restaurierung zu beenden.

 

 

Das Jahr 2012

Der Beginn der Arbeiten steht noch unter der Diskussion der Optimisten und Pessimisten, ob die Außenmauer im Jahr 2012 zu schaffen ist. Verabredet war, zuerst die Außenmauer zu restaurieren, um das Gerüst zurückgeben zu können und dann die Innenmauer evl. im Herbst nachzuholen.

Allerdings hatten wir "Nachwuchs" kräfte. Gerd Leo und Reinhard Waller stoßen zur Restaurierungsmannschaft dazu und verstärken die tägliche Anwesenheit.

Die Frühjahrskampagne beginnt am 19. März mit der Anfahrt des Wasserwagens, am 20. März wurden Steine im Steinbruch Rhünda geholt, am 22. März wurde das Gerüst aufgebaut und begann, den Berg hinaufzuwandern. 4- mal wurde das Gerüst ab- und wieder aufgebaut, bis es am Endpunkt vor dem inneren Tor angelangt war.

Was alle, auch die Optimisten, unterschätzt hatten, war die Geschwindigkeit, mit der Thomas Groß den Rehrücken mauerte. Immer wenn er die Außenseite in Gerüstbreite gemauert hatte und auf das Umstellen des Gerüstes warten musste, ging er auf die Innenseite und zog die Innenseite des Rehrückens nach, so dass wir zu unserem eigenen Erstaunen merkten, dass die Mauer innerhalb der Frühjahrskampagne beendet werden konnte.

17 Männer haben 31 Tage in 11 Wochen gearbeitet einschließlich eines symbolischen Einsatzes von Bürgermeister Volker Steinmetz.

Durch diesen hohen Personaleinsatz konnten bereits am 01. Juni die Maurerarbeiten bendet werden. Wasserwagen, Mischmaschine und Schubkarren wurden am 05. Juni abgefahren. Am 11. Juni wurde das Gerüst abgebaut und abgefahren. Die gesamte Mannschaft mit Thomas Posniakow nahm am Frühstück im Hotel Heiligenberg teil.

Die Frühjahrskampagne erhöhte mit 670 Stunden die Gesamtbilanz auf 11.640 Stunden im Wert von 87.300 €. An Material sind 972 € verbraucht worden, das erhöht die Investition der Denkmalpflege auf 22.136 €.

Der 19. "Tag der offenen Tür" am 30. Juni sollte eigentlich der letzte sein mit der Übergabe der fertig restaurierten Burg an die Öffentlichkeit, aber bis dahin waren bereits Pläne aufgetaucht, die Arbeit im Herbst fortzusetzen. Die Innenseite der Turm-Plattform soll noch verfugt werden und die kurze Mauer hinter dem äußeren Tor soll auch einen Rehrücken erhalten.

Am Samstag, den 30. Juni 2012 konnte Fritz Strack zahlreiche Gäste begrüßen:

Für den Schwalm-Eder-Kreis war Kreisbeigeordneter Hilmar Löber erschienen, für die Stadt Felsberg Bürgermeister Volker Steinmetz und Stadtrat Hans Poth, für den Ortsbeirat Gensungen Bernd Grasse. Von den Nachbarvereinen waren die Obernburgfreunde Gudensberg und der Burgverein Felsberg vertreten.

Familie Hochschorner und Pfarrer Gerhard Braun folgten ebenfalls der Einladung.

Nach der Begrüßung und der Bekanntgabe der Gesamtbilanz wurden die Namen der beteiligten 43 Männer verlesen und die Liste zusammen mit der HNA vom Samstag und einem Satz Münzen in eine Kupferkapsel verschlossen und von Klaus Ludwig und Walter Scheffer verlötet.

Die "weiße Frau" Christina Bott versenkte die Kapsel in das vorgesehene Loch in der Mauer.

Danach mauerten Helmut und Thomas Groß die zwei Jahressteine 2002 - 2012 in die Mauer ein.

Hilmar Löber, Volker Steinmetz, Bernd Grasse und Heiner Maifarth vom Burgverein Felsberg richteten Grußworte an die Versammlung und lobten die Arbeit der Burgsanierer. Nach einem Rundgang um die von Karl Wenderoth freigemähte Mauer traf man sich in der Hütte zu einem zwanglosen Umtrunk.

Manfred Fischer hatte mit seinem Dank an den Arbeitskreis das Schlusswort.

 

Herbstkampagne 2012

Wie verabredet ging die Arbeit im Herbst weiter. Am 27.8. begann die Mannschaft, den Turm innen auszufugen. Albert Bläsing kam mit fachlichem Rat dazu und half mit.

Dann kam das eigentliche Vorhaben dran, den Turm "dicht" zu machen. Das Pflaster auf der Heßlarer Seite wurde aufgenommen, Sand und Kies bis auf das Eingangsgewölbe entfernt und durch eine Betonplatte ersetzt. Eine aufgeschweißte Folie soll das Regenwasser abhalten und aus dem Turm leiten. Alleskönner Thomas Groß hat dann den Boden des Turmes wieder gepflastert. Als dritte Aufgabe wurde die kurze Mauer hinter dem äußeren Tor mit einem schmalen Rehrücken versehen. Am 18.9. endete die kurze Kampagne und am 21.9. wurde der Wasserwagen von Karl-Heinz Metz abgefahren.

5 Männer, Dieter Schmidt, Thomas Groß, Hermann Herwig, Albert Bläsing und Karl-Heinz Metz als Traktorfahrer haben insgesamt 133 Stunden gearbeitet, Die Gesamtbilanz erhöhte sich damit auf 11.773 Stunden im Wert von 88.297 €. Die Denkmalpflege erhöhte die Investition um 1.574 € auf 23.710 €.

Ein 20., letzter "Tag der offenen Tür" wird die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren.