Chronik des Heiligenberges

1181 bis 1186

lässt das Erzbistum Mainz, das in Fritzlar einen festen Platz hat, auf dem Heiligenberg eine Schutzburg gegen die Thüringer Landgrafen errichten. Auf der Burg residieren zunächst die Grafen Henrich und Isfried vom Heiligenberg, aus dem Geschlecht der Ziegenhainer Grafen.

1232

lässt Landgraf Konrad von Thüringen die Burg zerstören. Wolfershäuser Burgmannen müssen im Auftrag des Erzbistums die Burg wieder aufbauen.

1273

nach einem 40-jährigen Frieden, lässt Landgraf Heinrich I. von Hessen die Burg endgültig zerstören. 128 Jahre liegen die Mauerreste im Dornröschenschlaf.

1401 bis 1403

wird die Burg in kleinem Stil von den hessischen Landgrafen aufgebaut und Amtleuten besetzt, u.a. von Henne und Hermann Riedesel.

1413 bis 1439

erhält Henne von Wehren die Burg als Lehen übertragen.

1453

befindet sich die Burg in einem baulich schlechten Zustand und wird danach dem Verfall preisgegeben.

1471

unternimmt der Landgraf Ludwig II. von Hessen noch einen Versuch die Burg notdürftig zu erhalten. Die Karthäuser Mönche vom Kloster Eppenberg werden beauftragt eine Kapelle zu erneuern und allwöchentlich für den Landgrafen eine Messe zu lesen. Wenig später mochten sich die Mönche nicht mehr der Mühe unterziehen, die Höhe des Berges zu erklimmen.

Die Burg verfällt immer mehr und wird mit der Zeit von Bäumen und Büschen überwuchert.

Nur gelegentlich verirrt sich ein Wanderer auf die Höhe des Berges.

1761

beziehen französische Truppen für etwa sieben Wochen die Bergkuppe. Im Edertal finden Scharmützel statt. Am Hang des Heiligenberges, an der Straße von Gensungen nach Heßlar und hinter dem Mittelhof legen die Franzosen Erdbefestigungen (Schanzen) an.